Samstag, 21. Juli 2012

River flows in you.

Es ist 3 Uhr morgens und ich will nicht schlafen. Gerade lasse ich mich von Bildern inspirieren und höre eine zu wunderschöne Komposition von Yiruma. Als würden sich seine Finger von den Tasten auf dem Klavier angezogen fühlen. Zugleich denke ich nach. Und denke und denke. Unendliche Gedanken an die Vergangenheit, an den Schmerz, an die Zukunft, an ihn, an meine Freunde. Wie werde ich wohl später leben? Was werde ich wohl werden? Werde ich ein gutes Leben haben? Werde ich weiterhin dieselben tollen Freunde haben wie heute? Werde ich weiterhin den selben Jungen lieben, den ich schon seit über 2 Jahren liebe? ... Ich will das alles jetzt schon wissen. Es ist Folter für mich unwissend zu sein. Gut, sagt ich lebe in der Zukunft, aber ich denke wirklich gerne daran und plane. Setze mir Ziele. Ich will alles entdecken, was ich möchte in diesem Leben, welches mir geschenkt wurde. Und glücklich sein. Zurzeit foltern mich jedoch am meisten die Gedanken an ihn. Nach über 2 Jahren finde ich ehrlich, dass mein Herz sich befreien sollte. Mein Gehirn weiß es, doch dennoch kämpft mein Herz gegen die Sinnlosigkeit dieser Wunschvorstellungen und der Unnötigkeit der guten und schlechten Erinnerungen. Ich hänge noch an der Vergangenheit. Ich hänge noch an ihm. Dazu stelle ich mir unendliche Fragen, wie ob ich ihm überhaupt was bedeutet hab. Wieso gerade ich, wenn ich ihm nichts bedeutet haben sollte? 1-2 Monate um mich zu kämpfen, obwohl ich ihm nichts bedeutet hatte? Und die schlimmste Fragen aller - War es Schauspiel, was er von sich gab? Alles oder nur ein Teil oder war alles echt? Unwissend sein ist Qual, aber zugleich würde es mich quälen, wenn ich ihm schon immer egal war und alles nur Schauspiel war, also was ist das Richtige? Cindy meint, ich soll mich mit ihm treffen und die Wahrheit herausfinden. Was, wenn die Wahrheit zu sehr weh tut? Was, wenn er mich wieder in seinen Bann zieht, noch schlimmer als jetzt? Was, wenn er sich garnicht erst mit mir treffen will? Aber ein Versuch sollte ich wagen oder nicht? Ich liebe ihn zwar, doch wieder was mit ihm anfangen würde ich nicht. Das wäre falsch. Vielleicht kann ich mich erst wirklich befreien, wenn ich die Wahrheit kenne, egal ob sie schmerzen sollte oder nicht. Vielleicht liebe ich ihn letztendlich nicht mehr, wenn ich sein neues Ich kenne. Vielleicht liebe ich aber auch weiterhin sein altes Ich und die Vergangenheit. Ich muss raus aus der Vergangenheit und sie zur Erinnerung machen. Und ihn auch. Alles, was damals war und jetzt nicht mehr ist. So wie mein Leben jetzt ist, gefällt's mir. Ich bin zufrieden. Diese Gedanken und das gefangen sein von ihm und der Vergangenheit ist die einzige Qual. Doch vielleicht hat auch Emely recht und ich sollte mich einfach ablenken und am Ende wird alles von selbst wieder gut werden. Ich kann nicht gegen meine Gefühle ankämpfen und das weiß ich, aber gegen Gedanken schon, oder nicht? Ich glaube, ich sollte mich ein letztes Mal gewollt mit ihm treffen. Ein allerletztes Mal. Und danach befolge ich Em's Rat, aber so lange wie ich nicht die Wahrheit kenne, werde ich mich quälen. Das soll nun ein Ende haben. Die letzten zwei Jahre steckte ich es in eine Kiste und schiebte es hinter all die anderen Dramen und wenn mal alles gut war, kam das. Jetzt konfrontiere ich mich mit diesem Drama und höre auf, vor wegzulaufen, egal wie es doch weh tun könnte. Es ist vorbei. Ich bin stark und das weiß ich. Ich halte fast alles aus. Ich sag jetzt Auf Wiedersehen zu euch und entschuldigt diesen sogenannten Gefühlsausbruch. Nachts geht sowas durch mich durch. Ich denke mal, dass ist bei fast allen so.




River flows in you.


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